Elterliche Erkenntnisse #2... Warum Eltern immer Essen dabei haben

Elterliche Erkenntnisse #2: Warum Eltern immer Essen dabei haben!

Als kinderloser Mensch scheint einem vieles im Familienuniversum unerklärlich, mysteriös oder zumindest nicht ganz logisch. Daher führe ich eine neue Kategorie auf dem Blog ein: Elterliche Erkenntnisse. Als Abbitte für früheren kinderlosen Hochmut, Schulterschluss mit Mit-Eltern ("Was, bei euch ist das auch so?") und Einblick für kinderlose Menschen. 

 

Erkenntnis #2: Warum Eltern immer Essen dabei haben

 

Antwort: Weil andere Eltern immer Essen dabei haben!

 

Hier haben wir einen klassischen Teufelskreis. Klar müssen Kinder nicht rund um die Uhr essen, es ist mir sogar sehr wichtig, dass Aaron nur geregelte 4 Mahlzeiten am Tag hat. Er bekommt Frühstück, Mittagessen, einen Snack nach dem Mittagsschlaf und dann Abendessen. Eigentlich wunderbar. Wenn da nicht die anderen Eltern wären. 

 

Diejenigen, die riesige Wickeltaschen (ein Thema für einen anderen Artikel) mit sich schleppen, voller Trauben, Dinkel-Honig-Kekse, Prinzenrolle oder Bananen. Und die diese Snacks dann mitten auf dem Spielplatz auspacken und dem eigenen Kind laut zurufen "Ella, möchtest du ein Honig-Keks?" 

 

Natürlich will das eigene Kind dann auch etwas zu essen. Aaron liebt Trauben und er liebt "Oa" (Übersetzung: Honig). Und dann trappelt er zu dieser fremden Mutter oder dem Vater, mit ausgestreckten Armen und ruft "Au". Das ist kein Wehlaut, sondern heißt "Auch". Je nach Charakter des Elternteils bekommt er dann alle 10 Sekunden eine neue Traube angeboten oder er bekommt einen Dinkel-Honig-Keks mit verkniffenem Lächeln gereicht. Genau einen, und dann wird das eigene Kind an die Hand genommen und an das andere Ende des Spielplatzes gezerrt. Mit einem anklagenden Blick in meine Richtung, weshalb ich denn meinem Kind nicht selber etwas zu essen mitnehme. 

 

Weil es keinen Hunger hat, du Trulla, genausowenig wie dein Kind. So könnte man antworten. Mit gutem Recht. Man kann es aber auch einfach sein lassen, diese "Mommy-Wars"-Gerüchte sind meiner Meinung nach ohnehin stark übertrieben. Und so kommt es, dass man sich genötigt fühlt, das nächste Mal ebenfalls mit Snacks zum Spielplatz zu gehen. Um dem eigenen Kind dann zurufen zu können. "Nein Spatz, komm her, wir haben selber auch Fruchtriegel dabei." Natürlich trippeln dann 2 zusätzliche Kinder mit, denen man mit gütigem Lächeln ebenfalls Fruchtriegel reicht. Und so 2 andere Eltern dazu nötigt, in Zukunft ebenfalls etwas dabei zu haben. Denn man möchte ja auch nicht immer nur nehmen, sondern auch zurückgeben können. Ein Teufelskreis....

 

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