Meine Woche - Freitagslieblinge 18. November

Meine Woche - Freitagslieblinge 18. November

Eine Serie, die von Anna Luz de Léon von Berlinmittemom gestartet wurde.

 

Hallo ihr Lieben, diese Woche haben wir erfolgreich hinter uns gebracht, irgendwie zog sie superschnell an mir vorbei. Viele Stunden habe ich damit verbracht, einen Sonnenurlaub zu planen, den ich eigentlich noch in diesem Jahr machen wollte. Noch einmal so richtig Sonne tanken und am besten ans Meer, weil Aaron ständig Probleme mit den Bronchien hat. Mal habe ich mit Christian, mal ohne ihn geplant... alles kompliziert, weil einfach schon so viele Termine für die nächsten Wochen in Kalender stehen. Letzten Endes habe ich eingesehen, dass wir es einfach nicht mehr schaffen. So ist von all den Stunden zwischen Google Flights und Trivago nichts geblieben, nicht einmal ein Screenshot, aber ich habe trotzdem noch ein paar Fotos für euch. :)

 

Meine Woche - Freitagslieblinge 18. November

 

Gelesen habe ich ein ganz großartiges Buch, das ich euch unbedingt ans Herz legen kann. Ich bin raus von Robert Wringham, auf Englisch Escape Everything. Supergut! Es stellt unser ganzes Verständnis von Konsum und Arbeit auf den Kopf und hilft einem, sich bestimmter Gedankengänge oder besser gesagt Gedankenzwänge klar zu werden. Es geht sicher vielen wie mir, dass man sich ein Leben ohne Arbeit einfach nicht vorstellen kann? Obwohl man nicht wirklich zufrieden ist und sich klammheimlich schon auf die Pension freut, wenn man endlich "frei" ist und machen kann, was man möchte? Vielleicht habe ich mich jetzt komplett verkalkuliert und ihr schüttelt verständnislos den Kopf? Falls nicht, dann schaut mal die nächsten Tage wieder rein, ich möchte eine ausführliche Rezension schreiben und auch meine eigenen Gedanken zu dem Thema ins Reine bringen. 

 

Meine Woche - Freitagslieblinge 18. November

 

Letztes Wochenende waren ja meine Schwiegereltern da, und da meine Schwiegermutter wundervoll backen kann, habe ich wider besseren Wissens ein Stück Torte gegessen. Zucker und Milchprodukte (da Sahnetorte), obwohl mir meine Ärztin beides streng verboten hat. Ich musste auch gleich büßen, weil meine Haut seitdem verrückt spielt. Daher habe ich diese Woche auch supergesund gegessen, siehe obenstehenden Beweis Nr. 1. Quinoa, Spinat und Erbsen. So gut und so gesund! 

 

Meine Woche - Freitagslieblinge 18. November

 

Mein absoluter Lieblingsmoment mit Kind und der Woche insgesamt ist der oben abgebildete. Ich kaue vergnügt an meiner Zimtschnecke (ohne Zucker) herum, als auf einmal Aaron ganz aufgeregt ankommt und "Eise, Eise" sagt. Sein Wort für Eichhörnchen. Und wirklich sah der Rest der Schnecke an diesem Punkt wie ein Eichhörnchen aus! Wie schön, dass mein Kind so eine Phantasie hat. Und wie schön, dass er das Auge für solche Dinge von meinem Mann hat. Ich bin ja tatsächlich eher jemand, der blind und taub durch die Gegend läuft. 

 

Meine Woche - Freitagslieblinge 18. November

 

Lieblingsmoment für mich war der Besuch beim neuen Friseur meines Vertrauens. Meine Schwester geht dort seit Jahren hin und hat ihn immer wieder empfohlen und jetzt bin ich auch angefixt. So nett, der Laden superangenehm und er kann einfach richtig gut schneiden! Die Farbe hat er zwar etwas zu dunkel gewählt (ich habe Strähnchen machen lassen), aber er hat gleich von sich aus gesagt, dass er selber unzufrieden ist. Und so werde ich nächste Woche gleich wieder in den Genuss kommen, zu lesen, einen Kaffee gereicht zu bekommen und zu entspannen. Das Buch, das ich in der Hand halte, ist übrigens das oben erwähnte von Robert Wringham. 

 

 

Wahnsinnig inspirierend fand ich diesen Artikel der Bloggerin und Designerin Robin M. Anderson. Viele sind durch die Ergebnisse der US-Präsidentenwahl in der letzten Woche verunsichert, erschüttert oder verängstigt worden. Einige versuchen, sich das alles schönzureden, andere überlegen, ob sie sich lieber früher als zu spät ein Leben anderswo aufbauen sollen. Robin hat tatsächlich Konsequenzen gezogen und die Hemdsärmel aufgerollt: 

  • Sie hat sich von den meisten sozialen Netzwerken abgemeldet, die oft zeitraubend sind, einen aber in der immer selben "Bubble"/Blase gefangen halten. Meinungen von Andersdenkenden ist man dort ja eher selten ausgesetzt. (Apropos: Ich habe mich diese Woche auf Facebook tatsächlich in eine Diskussion über das Impfen eingelassen. Es hat mich wirklich erschreckt, wie unverrückbar Menschen an ihren Meinungen festhalten. Diskussionen kann man sich leider wirklich sparen, jeder will nur missionieren, aber selber einmal kurz die eigene Meinung hinterfragen, dazu sind die wenigsten bereit...)
  • Sie spendet große Teile bzw. fast alles Einkommen ihres Unternehmens an Organisationen, die Trump abschaffen will oder die gegen Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft ankämpfen.
  • Sie hat sich und ihre Freundinnen für den Womens March angemeldet, der im Januar in Washington stattfinden wird. 
  • Und zu guter Letzt: Sie wird wieder als Anwältin arbeiten und pro bono, also unentgeltlich für die Mitglieder der Gesellschaft arbeiten, die dringend Hilfe benötigen, aber kein Geld haben.

Ich kann nur sagen: Hut ab! Klar ist sie in der privilegierten Situation, Zeit und Geld spenden zu können. Aber selbstverständlich ist es trotzdem nicht. Sie und ihre Familie bauen gerade ein Haus, ich würde sagen, da könnte man eigentlich gar nicht zu viel Geld zur Verfügung haben. 

 

 

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